Laravel oder WordPress? Wann was passt – Kosten, Wartung und Grenzen
WordPress passt, wenn Sie vor allem Inhalte veröffentlichen und selbst pflegen wollen; Laravel passt, wenn Ihre Website etwas tun soll – Kunden einloggen, Daten verarbeiten, Zahlungen abwickeln oder Abläufe steuern. Bei mir beginnt eine Website bei 1.490 €, eine Laravel-Anwendung bei 5.990 €. Transparenz vorweg: Ich entwickle mit Laravel und React. Damit Sie meine Empfehlung einordnen können, nenne ich in diesem Ratgeber ausdrücklich auch die Fälle, in denen WordPress die bessere Wahl ist.
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- Autor
- Von Maurice de Felice, Webentwickler in Augsburg
Was ist der grundsätzliche Unterschied?
WordPress ist ein fertiges Redaktionssystem: Sie installieren es, wählen ein Theme, ergänzen Funktionen über Plugins und pflegen Inhalte über eine Oberfläche. Die Stärke liegt darin, dass sehr viel ohne Programmierung geht.
Laravel ist ein PHP-Framework: ein Baukasten für Entwickler, mit dem individuelle Anwendungen entstehen – mit eigenem Datenmodell, eigener Logik und eigenen Oberflächen. Die Stärke liegt darin, dass genau das gebaut wird, was Ihr Ablauf braucht, ohne Umwege über Plugins, die nur fast passen.
Beide basieren auf PHP und laufen auf üblichem Webhosting. Der Unterschied ist also weniger die Technik als die Frage: Veröffentlichen Sie Inhalte, oder bauen Sie eine Anwendung?
Wann ist WordPress die bessere Wahl?
- Sie wollen regelmäßig Artikel, News oder Referenzen veröffentlichen – ohne Entwickler.
- Ihre Anforderungen sind branchenüblich und durch verbreitete, gepflegte Plugins abgedeckt.
- Mehrere Personen in Ihrem Team sollen Inhalte bearbeiten, und die Oberfläche soll vielen schon bekannt sein.
- Sie haben jemanden, der Updates für WordPress, Theme und Plugins regelmäßig einspielt.
Wann ist Laravel die bessere Wahl?
- Nutzer melden sich an und sehen unterschiedliche Daten – Kunden, Partner, Mitarbeiter, Administratoren.
- Sie bilden einen eigenen Ablauf ab: Aufträge, Angebote, Freigaben, Fristen, Buchungen.
- Geld fließt über die Plattform: Zahlungen, Guthaben, Abos, Erstattungen.
- Die Anwendung tauscht Daten mit anderen Systemen aus (CRM, Buchhaltung, externe APIs).
- Mit WordPress wären so viele Plugins und Sonderlösungen nötig, dass die Wartung unübersichtlich würde.
Wie unterscheiden sich Kosten und Wartung?
Bei WordPress sind die laufenden Kosten oft höher als erwartet, weil jedes Plugin eigene Updates, eigene Sicherheitslücken und manchmal eigene Lizenzgebühren mitbringt. Bei Laravel sind die Startkosten höher, dafür steht im Code nur, was Sie brauchen. Was Ihr konkretes Projekt kostet, zeigt der Kostenrechner.
| Kriterium | WordPress | Laravel |
|---|---|---|
| Einstieg | Günstig, wenn Theme und Plugins passen | Individuell; Web-Apps bei mir ab 5.990 € |
| Inhalte pflegen | Eingebaute Redaktionsoberfläche | Wird gezielt dazu gebaut oder angebunden |
| Eigene Logik | Über Plugins oder Eigenentwicklung im Plugin-System | Kernstärke |
| Updates | WordPress, Theme und jedes Plugin einzeln | Framework und Pakete, gesammelt über den Code |
| Abhängigkeiten | Viele Plugin-Hersteller | Wenige, gezielt gewählte Pakete |
| Weiterentwicklung | Schnell, solange Plugins reichen | Planbar, weil der Code Ihnen gehört und dokumentiert ist |
Wartung nach dem Livegang berechne ich mit 95 € pro Stunde oder als Wartungsvertrag
Was nutze ich selbst – und warum?
Für Anwendungen setze ich Laravel mit PostgreSQL im Backend und React mit TypeScript im Frontend ein, dazu automatisierte Tests und eine CI/CD-Pipeline. Mit diesem Stack ist die Auktionsplattform YachtBrokerBid entstanden: Rollen für Eigner, Broker und Admins, ein Guthaben-System mit vollständiger Buchungshistorie und Zahlungen über Stripe. Mit WordPress und Plugins wäre das nur mit vielen Sonderlösungen gegangen.
Für reine Unternehmenswebsites ist ein Framework nicht nötig. Die Website des Reinigungsunternehmens DARMEL zum Beispiel habe ich in HTML, CSS und JavaScript umgesetzt – mit 51 Landingpages, schnellen Ladezeiten und einem Kontaktformular, ganz ohne Anwendungslogik im Hintergrund. Hauptberuflich arbeite ich seit 2021 als Backend-Entwickler bei einem Vergleichsportal in Deutschland.
Welche Rolle spielen Ladezeit und Sicherheit?
Für Google, für KI-Suchen und für Ihre Besucher zählt, wie schnell eine Seite lädt und ob ihre Inhalte ohne Umwege im Quelltext stehen. Mit beiden Systemen lassen sich schnelle Seiten bauen – bei WordPress entscheidet vor allem, wie schlank Theme und Plugins sind, bei einer eigenen Anwendung, wie sauber sie umgesetzt ist. Meine eigene Website ist zum Beispiel vorgerendert: Jede Seite steht als fertiges HTML bereit und wird nicht erst im Browser zusammengebaut.
Bei der Sicherheit unterscheiden sich die Risiken: WordPress ist durch seine Verbreitung ein häufiges Ziel automatisierter Angriffe, die meist über veraltete Plugins kommen. Eine eigene Laravel-Anwendung ist kein so großes Ziel, braucht aber ebenso regelmäßige Updates des Frameworks und seiner Pakete. Fragen Sie in beiden Fällen vorher, wer diese Updates übernimmt und was sie kosten.
Kann man WordPress und Laravel kombinieren?
Ja, und das ist oft der vernünftigste Weg: WordPress für Website, Blog und Inhalte, eine Laravel-Anwendung für Kundenportal, Buchung oder interne Abläufe – verbunden über einen gemeinsamen Login-Link oder eine Schnittstelle. So bleibt die Redaktion einfach, und die Logik liegt dort, wo sie gut wartbar ist.
Wie so eine Anwendung aussieht und was sie kostet, lesen Sie in den Ratgebern Kundenportal entwickeln lassen und Interne Software entwickeln lassen.
Wie treffen Sie die Entscheidung?
- Schreiben Sie auf, was Besucher auf der Seite tun sollen. Lesen und anfragen? Dann reicht eine Website. Anmelden, eingeben, bezahlen? Dann ist es eine Anwendung.
- Zählen Sie die Plugins, die Sie für WordPress bräuchten. Sind es mehr als eine Handvoll für den Kernablauf, spricht das für eine eigene Anwendung.
- Klären Sie, wer Updates einspielt – bei beiden Systemen.
- Fragen Sie nach dem Code-Eigentum: Bei mir erhalten Sie nach Abschluss das vollständige Repository.
Was fragen Kunden häufig?
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Über den Autor
Freelance-Webentwickler in Augsburg. Hauptberuflich Backend-Entwickler bei einem der größten Vergleichsportale Deutschlands, als Freelancer entwickle ich Websites, Web-Apps und SaaS-Plattformen mit Laravel und React – zum Beispiel die SaaS-Plattform YachtBrokerBid. Mehr über mich
Weiterführend
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