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Web-Apps

MVP entwickeln lassen: Kosten, Ablauf, Dauer und typische Fehler

Ein MVP – die erste, bewusst schlanke Version einer Web-App – kostet bei mir 5.990–15.000 € und ist meist in 6 bis 10 Wochen live. Entscheidend für Preis und Tempo ist nicht der Stundensatz, sondern wie streng Sie den Umfang der ersten Version begrenzen. Hier erfahren Sie, wie ich ein MVP abgrenze, wie der Ablauf aussieht, welche Fehler am meisten Geld kosten und was die Plattform YachtBrokerBid dabei gezeigt hat.

Veröffentlicht
Zuletzt aktualisiert:
Lesezeit
7 Min. Lesezeit
Autor
Von Maurice de Felice, Webentwickler in Augsburg

Was ist ein MVP – und was nicht?

MVP steht für Minimum Viable Product: die kleinste Version Ihrer Anwendung, mit der echte Nutzer den Kern ausprobieren und Sie etwas lernen. Ein MVP ist kein Klick-Prototyp und keine Präsentation – es läuft mit echten Daten, echten Konten und, wenn es um Geld geht, mit echten Zahlungen.

Ein MVP ist aber auch nicht die Vollversion mit abgespeckter Qualität. Code, Sicherheit und Datenschutz müssen von Anfang an stimmen, denn auf dieser Basis bauen Sie weiter. Gespart wird am Umfang, nicht an der Sorgfalt.

Was kostet es, ein MVP entwickeln zu lassen?

Bei mir beginnt eine Web-App bei 5.990 € als Festpreis – inklusive React-Frontend, Laravel-Backend mit API, PostgreSQL-Datenbank, Authentifizierung, automatisierten Tests und CI/CD. Wie weit ein MVP darüber liegt, hängt vor allem an den Funktionen, die über den Kern hinausgehen. Mit dem Kostenrechner sehen Sie in einer Minute, welche Spanne sich für Ihre Auswahl ergibt.

Grundpreis Web-App 5.990–15.000 €, Zusatzaufwand 95 € pro Stunde. Alle Preise sind Endpreise, gemäß § 19 UStG ohne Umsatzsteuer.
BausteinIm MVP?Kostenwirkung
Login und eine NutzerrolleJaIm Grundpreis enthalten
Kernfunktion (z. B. Anfrage, Auftrag, Auktion)JaBestimmt den Umfang am stärksten
Online-ZahlungenNur wenn das Geschäftsmodell davon abhängtZusatzaufwand – siehe Kostenrechner
Mehrere Rollen mit eigenen RechtenMeist erst in Version 2Zusatzaufwand je Rolle
MehrsprachigkeitNur bei internationaler ZielgruppeZusatzaufwand je Sprache
Dashboards, Exporte, StatistikSeltenLohnt sich erst mit echten Daten

Grundpreis Web-App 5.990–15.000 €, Zusatzaufwand 95 € pro Stunde. Alle Preise sind Endpreise, gemäß § 19 UStG ohne Umsatzsteuer.

Wie läuft die Entwicklung eines MVP ab?

  • Erstgespräch (kostenlos): Wer nutzt die Anwendung, welches Problem löst sie, woran merken wir, dass sie funktioniert?
  • Abgrenzung: Gemeinsam streichen wir alles, was für den ersten echten Nutzer nicht nötig ist. Das Ergebnis ist eine kurze Liste von Funktionen und ein Festpreis.
  • Datenmodell und Architektur: Bevor die erste Oberfläche entsteht, steht das Datenmodell – damit spätere Erweiterungen nicht zum Umbau werden.
  • Umsetzung in Meilensteinen: Sie sehen Zwischenstände unter einer Test-Adresse und geben Meilensteine frei; bezahlt wird nach jedem abgenommenen Meilenstein.
  • Launch und Lernphase: Nach dem Livegang sammeln Sie Feedback. Erst dann entscheiden wir, was in Version 2 kommt.

Welche Fehler machen ein MVP teuer?

  • Alles für alle: Drei Nutzergruppen, fünf Zahlungsarten und vier Sprachen in Version 1 verdoppeln den Aufwand, ohne dass Sie schneller lernen.
  • Admin-Bereich als Erstes: Viele Verwaltungsaufgaben dürfen am Anfang per Datenbank oder E-Mail laufen, bis klar ist, welche wirklich häufig vorkommen.
  • Eigene Infrastruktur, wo es Standard gibt: Zahlungen, E-Mail-Versand und Hosting sind gelöste Probleme – hier zahlt sich Bewährtes aus.
  • Keine Tests: Ein MVP ohne automatisierte Tests wird bei der zweiten Version langsam und riskant.
  • Kein Code-Eigentum: Klären Sie vorher, dass Sie das Repository bekommen. Bei mir gehören Code und Inhalte nach Abschluss Ihnen.

Was hat YachtBrokerBid über MVP-Entscheidungen gezeigt?

Bei der Auktionsplattform YachtBrokerBid stellen Yachteigner ihre Yacht ein, und geprüfte Broker bewerben sich mit verdeckten Angeboten um die Vermittlung. Der Auftraggeber hatte einen eng gesetzten Zeitplan: vereinbart waren 20 Wochen, live war die Plattform nach 12.

Geholfen haben vor allem zwei Entscheidungen. Erstens läuft die Zahlung über Stripe Hosted Checkout mit serverseitiger Prüfung statt über eine eigene Webhook-Infrastruktur – das spart Betriebsaufwand bei gleicher Verlässlichkeit, und ein regelmäßiger Abgleich fängt Zahlungen ab, bei denen jemand den Browser zu früh schließt. Zweitens sind Übersetzungen so gelöst, dass Nicht-Entwickler Texte ohne neues Release ändern können. Beides sind Beispiele dafür, dass ein MVP nicht weniger können muss, sondern weniger Eigenbau braucht.

Wo es dagegen auf Sorgfalt ankam, wurde nicht gespart: Das Credit-System, mit dem Broker ihre Angebote bezahlen, arbeitet nach dem Prinzip der doppelten Buchführung mit Datenbanktransaktionen und Zeilensperren. Ein falscher Kontostand wäre für die Nutzer sofort sichtbar gewesen.

Freelancer oder Agentur für ein MVP?

Für ein MVP spricht viel für einen Freelancer: Sie sprechen direkt mit der Person, die den Code schreibt, Entscheidungen fallen in einem Gespräch, und es gibt keinen Projektmanagement-Aufschlag. Eine Agentur lohnt sich, wenn parallel Design, Marketing und Entwicklung in großem Umfang laufen müssen. Den ausführlichen Vergleich finden Sie im Ratgeber Freelancer, Agentur oder Baukasten.

Wichtig zur Einordnung: Ich arbeite nebenberuflich als Freelancer und plane Projekte deshalb mit festen Wochenkontingenten. Den Zeitplan legen wir im Erstgespräch verbindlich fest – wie lange die einzelnen Phasen dauern, steht im Ratgeber Wie lange dauert eine Web-App?.

Was sollten Sie vor dem Erstgespräch vorbereiten?

  • Ein Satz zum Problem: Wer hat welches Problem, und wie löst Ihre Anwendung es?
  • Die eine Kernfunktion, ohne die das Produkt keinen Sinn ergibt.
  • Wer die ersten Nutzer sind und wie Sie sie erreichen.
  • Ihr Budgetrahmen und ein Wunschtermin – beides hilft, den Umfang realistisch zu schneiden.
  • Bestehende Systeme, mit denen die Anwendung Daten austauschen muss.

Was fragen Kunden häufig?

Bei mir beginnt eine Web-App bei 5.990 €; ein typisches MVP liegt zwischen 5.990–15.000 €. Zahlungen, mehrere Rollen oder Schnittstellen erhöhen den Preis. Alle Preise sind Endpreise, gemäß § 19 UStG ohne Umsatzsteuer.

Ein klar abgegrenztes MVP ist häufig in 6 bis 10 Wochen live. YachtBrokerBid war nach 12 Wochen online – vereinbart waren 20.

Ja. Nach Abschluss erhalten Sie das vollständige Repository; Code und Inhalte gehören Ihnen. Damit kann auch ein anderer Entwickler weiterarbeiten.

Ja, wenn Datenmodell und Architektur von Anfang an dafür angelegt sind. Genau deshalb steht das Datenmodell vor der ersten Oberfläche.

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Im kostenlosen Erstgespräch bekommen Sie eine ehrliche Einschätzung zu Umfang, Zeitplan und Festpreis – vor Ort in Augsburg und München oder per Video. Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

Maurice de Felice, Webentwickler in Augsburg

Über den Autor

Maurice de Felice

Freelance-Webentwickler in Augsburg. Hauptberuflich Backend-Entwickler bei einem der größten Vergleichsportale Deutschlands, als Freelancer entwickle ich Websites, Web-Apps und SaaS-Plattformen mit Laravel und React – zum Beispiel die SaaS-Plattform YachtBrokerBid. Mehr über mich

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